Die Möhne verbindet die Gemeinden Niederbergheim, Allagen, Mülheim/ Sichtigvor, Waldhausen und Belecke (von links nach rechts)
Stadtmuseum Schatzkammer Propstei Belecke
Stadtmuseum Schatzkammer Propstei Belecke
Am Propsteiberg 1a, 59581 Warstein-Belecke, Fon 02902.71816

Pfarrhaus Belecke
Pfarrhaus Belecke; Zugang zur Schatzkammer
In Zusammenarbeit mit der Stadt Warstein errichtete die Propsteigemeinde St. Pankratius in den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden 1992 das Stadtmuseum Schatzkammer Propstei Belecke, das mit seiner Ausstellung Stadt- und Kirchengeschichte mit kunstgeschichtlichen Akzentuierungen, aber auch mit der Klostergeschichte des Sauerlandes verbindet. 

Beginnen Sie ihren Rundgang in der seit 938 urkundlichen belegbaren Geschichte der bis 1975 selbstständigen Stadt Belecke, die hier bis zum 15. Jahrhundert dargestellt ist.


Neben der Ersterwähnung und der ältesten Fassung des Belecker Stadtrechtes von 1296 in dem aus dem endenden 16. Jahrhundert stammenden Stadtbuch und den verschiedenen Stadtsiegeln ziehen hier die Zunfttruhe der verschiedenen Handwerke und das heutige Schützensilber der 1712 errichteten Bürgerschützengesellschaft Aufmerksamkeit auf sich. 

Seit altersher wird in Belecke der heilige Pankratius neben St. Anno und St. Alexander, ersterer hier in einer barocken Skulptur, als Stadt- und Kirchenpatron verehrt. 
Einen besonderen Festtag begehen die Bürger Beleckes jährlich mit dem „Sturmtag“, der an die erfolgreiche Verteidigung der Stadt in der Soester Fehde (1444 - 1449) erinnert. Dabei sollen sich der Überlieferung nach die Belecker Frauen mit Bienenkörben gewehrt haben.  

Die nächste Abteilung der Schausammlung widmet sich Erzbischof Anno II. von Köln, der 1072 in Grafschaft als Gründer der Abtei auftrat und auch in Belecke als Stifter der Propstei große Verehrung genoss. Die hier ausgestellte Skulptur des auch als selbstbewusster Reichspolitiker agierenden Erzbischofs zeigt ihn mit dem Modell der barocken Propsteikirche, deren Neubau aus dem Jahre 1748/49 datiert.  
Durch die Deele gelangen Sie an den beiden großen Gemälden des mittelalterlichen Annoschreins vorbei in den gegenüberliegenden Raum, der sich der klösterlichen Tradition Grafschafts und Beleckes widmet. 732 Jahre währte die Geschichte dieses Klosters, das für das Sauerland pastorale, kulturelle und wirtschaftliche Akzente setzte. Stationen waren dabei vor allem die Gründung im Jahre 1072, die umfassende Klosterreform 1507/1508, der Neubau der Abteigebäude und Kirche im 18. Jahrhundert und eine damit verbundene Neubelebung benediktinischen Ordenslebens und die Aufhebung im Jahre 1804.  
Heute beherbergt Grafschaft das Mutterhaus der Schwester vom Hl. Karl Borromäus und ein Fachkrankenhaus für Lungenerkrankungen. Ein großer Teil des Klosterschatzes gelangte zu Beginn des 19. Jahrhundert durch den Belecker Propst Beda Behr und den letzten Grafschafter Abt Edmundus Rustige (1786-1804), der seine Grabstätte in der Propsteikirche gefunden hatte, auf den Belecker Propsteiberg.  

Eingang zur Schatzkammer
Eingang zur Schatzkammer

Das Portrait des Abtes Edmund Rustige markiert das Ende der kleinen Grafschafter Abtsgalerie. Eine frühe Ansicht Beleckes aus dem 19. Jahrhundert mit wichtigen Dokumenten zur neueren Geschichte der Propstei leitet über in die Ausstellung zur Heiligenverehrung, in der die Vielfalt barocker Heiligenfrömmigkeit anhand mehrere Statuen aus dem 17./18. Jahrhundert nachvollzogen werden kann.

Die Marienverehrung nahm seit jeher einen zentralen Stellenwert innerhalb der katholischen Kirche ein. In diesem Zusammenhang entstanden Zeugnisse wie die gotische Pieta (15. Jahrhundert) oder auch eine Nachbildung des Werler Gnadenbildes aus dem 18. Jahrhundert, des wohl bedeutendsten Marienbildes in Westfalen. 

Über die kleine Museumsgalerie, die vorwiegend zu Sonderausstellungen genutzt wird, besuchen Sie im Obergeschoss zuerst die Ausstellung liturgischer Gewänder, wie sie im 17./18. Jahrhundert, aber auch noch heute in katholischen Gottesdiensten Verwendung finden. Von besonderer Ausdruckskraft sind dabei das schwarze Messgewand aus der Pfarrei St. Gervasius und Protasius in Altenrüthen, das in filigraner Silberdrahtstickerei Symbole und Szenen der Leidensgeschichte Christi zeigt, oder die 'Goldene Kapelle' als vollständig erhaltenes Pontifikalornat der Grafschafter Äbte. Beide stammen aus dem frühen 18. Jahrhundert. 

Die eigentliche Schatzkammer des Stadtmuseums zeigt eine außerordentliche Fülle an liturgischem Gerät vom 15. bis 18. Jahrhundert. Kelche, Ziborien und Monstranzen, aber auch andere Zeugnisse liturgischen Schaffens dokumentieren Kunstfertigkeit und Geist ihrer Künstler, wobei die 'Große Monstranz' aus Altenrüthen aus dem Beginn des 18. Jahrhunderts oder der Abtskelch von 1509 aus dem Kloster Grafschaft als einzigerartige Kunstwerke ihrer Art im Sauerland gelten.

Einigen Pfarreien aus der Umgebung Beleckes ist durch Leihgabe die vollständige Darstellung der liturgischen Geräte der katholischen Kirche zu danken. 

In dem gegenüberliegenden Gebäudeteil erreichen Sie durch die Ausstellung der 'Roten Kapelle', der Grafschafter Pontifikalgewänder aus den Jahren 1724/1725, die 'Abtskapelle'.
Dieser Raum stand in früherer Zeit dem Chorgebet der Mönche zur Verfügung und dient heute der Seelsorge der Propsteigemeinde. 
Der Barockaltar aus dem frühen 18. Jahrhundert mit dem Bild der heiligen Familie und dem heiligen Johannes d. T., Darstellungen des hl. Benedikt, der hl. Scholastika und des hl. Johannes Nepomuk weisen auf deren liturgische Verehrung in Belecke hin.

Durch ein zeitgenössisches Reliquiar mit Reliquien des hl. Benedikt und des hl. Anno wird die gläubige Verbindung mit den beiden Heiligen spürbar, die über Jahrhunderte den Geist und das Leben der klösterlichen Gemeinschaft auf dem Propsteiberg, der Propsteigemeinde St. Pankratius und der umliegenden Stadt prägten. 
Auch die benachbarte Propsteikirche mit ihrer wertvollen Barockausstattung unterstreicht die Bedeutung benediktinischer Ideale in Vergangenheit und Gegenwart.

Dietmar Lange

 

Öffnungszeiten Museum:

mittwochs, samstags, sonntags 15 - 17 Uhr
und nach Vereinbarung

Auf Wunsch werden auch Führungen angeboten; melden Sie sich bitte bei Herrn Joseph Friederizi, Fon 02902.71132 oder per E-Mail mj.friederizi[at]t-online.de



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